Essen und Trinken
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Malta durch den Magen

Pastizzi und Timpana im Busy Bee auf Malta

Uh, könnt ihr euch vorstellen, wie es ist, hungrig diesen Blogbeitrag zu schreiben. Nicht nur, dass mir der Magen knurrt. Nein, bei den Fotos, die ich heraussuche, läuft mir auch gleich wieder das Wasser im Munde zusammen. Denn eines steht fest, maltesische Spezialitäten sind sehr lecker. Schon vor meinem Abflug nach Malta habe ich bei Anja im Blog gespickt, was mich wohl erwarten würde. Das wäre gar nicht nötig gewesen. Denn unser persönlicher Reiseleiter Emanuel Curmi hat schon dafür gesorgt, dass wir nicht verhungern und vor allem, dass wir typisch maltesische Gerichte probieren.

Direkt nach unserer Ankunft stießen wir auf der Stadtmauer von Mdina stehend mit der maltesischen Limo Kinnie auf die kommenden Tage an. Diese Limo ist eher etwas herber und vielleicht am ehesten mit Fassbrause oder Almdudler zu vergleichen. Ich fand sie jedenfalls sehr lecker.

Der nächste Tag startete mit dem Frühstück im Hotel, das sehr gut war. Hätten wir gewusst, was uns noch erwartet, hätten wir uns wohl etwas mit dem Essen zurückgehalten. Bei unserer Einkehr im Café Cordina waren wir jedenfalls noch sehr satt, sodass wir uns mit hervorragendem italienischem Espresso zufrieden gegeben haben. In der maltesischen Küche gibt es einige italienische Einflüsse. Die Kaffeekultur bildet da keine Ausnahme.

Zum frühen Nachmittag besuchten wir dann die Busy Bee Bar. Hier probierten wir eine Timpana, eine Art Nudelauflauf, und gebackenen Reis. Der Hammer waren aber die Pastizzi. Pastizzi sind kleine, leichte Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen. Ich hatte mich in Argentinien schon in Empanadas verliebt, da war ich hier im siebten Himmel. Eigentlich schade, dass ich mir damit den Bauch so voll geschlagen habe, denn im Busy Bee gab es auch verführerisch aussehende Torten und Pralinen. Ein wahres Schlemmerparadies.

Dieser Schlemmerei ist wohl auch geschuldet, dass wir am Abend nur bei Burger King waren. Das und die Aussicht auf freies WLAN 😉

Landküche im Restaurant Ta'Soldi auf MaltaAm nächsten Tag wurden wir während unserer Bootstour zur Blauen Lagune mit Essen und Getränken versorgt, darunter hervorragend frischem Fisch. Obwohl wir damit mehr als zufrieden waren, ließ es sich Emanuel nicht nehmen, uns am Abend in ein typisch maltesischen Restaurant einzuladen.

Hausgemachter Limoncello im Restaurant Ta'Soldi auf MaltaDie Spezialität des Restauraunts Ta’Soldi in M’garr sind die Kaninchengerichte, Fennek auf maltesisch. Emanuel suchte aus der Karte einige typische Speisen aus und ehe wir uns versahen, standen Kaninchen geschmort und gebraten, einige Ravioli und Oktopus vor uns. Beilagen gab es auch, aber die habe ich vor lauter vollem Tisch kaum gesehen, zumindest nicht wahrgenommen 😉 Dazu gab es maltesischen Wein, der mir persönlich zu süß war, weswegen ich mich ans lokale Bier Cisk gehalten habe. Bei der großen Auswahl verschiedener Gerichte war der Abend eine tüchtige Schlemmerei. Das Essen war zwar eine recht einfach Landküche, aber sehr lecker. Abgerundet wurde das Festmahl durch hausgemachten Limoncello, nach dem ich dann endgültig nur noch Schlafen konnte.

Am Abreisetag fiel das Frühstück für uns dann dementsprechend zurückhaltend aus. Aber Emanuel hatte noch eine letzte Überraschung für uns parat: Nach der Besichtigung einiger Fischerdörfer an der Küste kamen wir nach Qrendi, einem kleinen Ort in der Nähe des Flughafens. Während wir durch die mittagsstillen Straßen schlenderten „bemerkte“ Emanuel eine offen stehende Tür an einem der Häuser und meinte, wir sollten uns doch einmal ein typisch maltesisches Haus von Innen ansehen. Und Überraschung: Es war sein Haus, in dem uns seine Frau mit “Hobz biz-zejt u t-tadam” empfing. Diese Speise mit dem schier unaussprechlichen Namen ist die maltesische Variante von Bruschetta – also, Brot mit Olivenöl und Tomaten. Dazu gab es noch eine etwas süßliche hausgemachte Tomatenpaste, Bohnenmus und verschiedene Käsesorten. Diese maltesische Brotzeit in dem alten Bauernhaus bildete den würdigen Abschluss für unseren Malta-Aufenthalt und natürlich stießen wir darauf wieder mit Kinnie an.

Maltesische Brotzeit

Vielen Dank an Emanual und Gabi für die Einblicke in ihr Haus und die maltesische Küche!

Hinweis: Die Reise wurde komplett von L’TUR Lastminute gesponsert, unter Beteiligung des Hotels Golden Tulip Vivaldi in St. Julians. Meine Meinung bleibt davon unberührt.

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