[28.02.2006] Sabine und ich haben heutemorgen als erstes unsere Sachen gepackt und sind ins Marco Polo Inn umgezogen. Hier haben wir auch wieder den Anschluss an andere Backpacker gefunden. An der Rezeption der Hostel haben wir uns dann durch den Ordner mit Freizeitaktivitäten gewühlt und festgestellt, dass Bariloche einiges zu bieten hat. Wir haben spontan eine Rafting-Tour gebucht, der ich jetzt ein wenig mulmig entgegen blicke.
Blumenwiese im Wald auf dem Weg zum Gipfel über San Carlos de Bariloche
Für heute stand aber erst einmal eine Tageswanderung in die Berge an. Hier gibt es mehrere gut ausgeschilderte Wanderwege. Wir wählten einen, der uns zur Gipfelstation der Seilbahn führte und herrliche Ausblicke auf die Stadt und die Seen (Siete Lagos) bot. Im Gipfelrestaurant haben wir uns nach der Wanderung Kuchen (bzw. Apfelstrudel) gegönnt. Da wir den Berg schon hinauf gelaufen waren, haben wir für den Abstieg die Seilbahn gewählt. Also, ich sage nur: Sommerurlaub in den Alpen ist auch nicht viel anders.
Seilbahn hinab vom Gipfel nach San Carlos de Bariloche
Ansonsten habe ich heute noch einen Anschlag auf meine Reisekasse verübt. Nicht nur, dass ich die Rafting-Tour gebucht habe, ich musste auch noch die dreitägige Tour über die Ruta 40 nach El Calafate in Angriff nehmen.
El Calafate ist der Ausgangspunkt für den berühmten Perito Moreno Gletscher. Der gängiste Weg dorthin ist von Bariloche wieder an die Küste zu fahren, dort dann südwärts zu reisen, um dann wieder rüber zu den Bergen zu ziehen – mit Überlandbussen innerhalb von 24 Stunden zu schaffen. Es gibt aber auch den direkten Weg von Bariloche über El Chalten nach Calafate – über die Schotterpiste Ruta 40 quer durch Patagonien in drei Tagen. Diesen Weg habe ich nun gewählt und bin schon ganz gespannt darauf, was er mir zu bieten hat.
Aber vorher bleiben mir ja noch zwei Tage in Bariloche.
