Städtetrips
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Die wilden Germanen von Bonn

„Hier endete die römische Zivilisation, auf der anderen Seite hausten die wilden Germanen.“ Nach diesem Satz von Gaby, unserer heutigen Stadtführerin in Bonn und einem „eschte bönnsche Mädel“, sehe ich mich kurz verstolen um: Wenn ich mich nicht irre, kommt der Großteil unserer Gruppe vom anderen Rheinufer und stammt damit aus dem Volk der wilden Germanen, die nicht vor 2.000 Jahren von den Römern zivilisiert wurden.

Unsere Gruppe, das sind 30 Reiseblogger aus Deutschland und Österreich, die sich zum Netzwerken, Weiterbilden und natürlich zum Bonn kennenlernen in der ehemaligen Bundeshauptstadt für ein Wochenende treffen. Besonders wild geht es dabei nicht zu, eher etwas langsam. Es ist eben nicht so einfach, 30 Menschen gemeinsam in eine U-Bahn zu bekommen oder eben bei der Stadtführung beisammen zu halten. Noch dazu 30 Menschen, die unabhängig voneinander ständig stehenbleiben oder auch mal voraus laufen, um möglichst tolle Bilder fürs Blog zu bekommen.

Aber Gaby hat die Ruhe weg und schafft es, uns gut beisammen zu halten und dabei Einblicke in ihre Stadt zu vermitteln.

Bonn also. Was wusste ich bis zu dieser Reise über Bonn? Beethoven, klar. Ehemaliger Regierungssitz, natürlich. Aber sonst? Ich muss zugeben, mein Wissen über Bonn war ziemlich mau, obwohl Freunde mit ihrer Begeisterung für Bonn bereits Interesse an der Stadt am Rhein geweckt hatten.

Jetzt kenne ich die Bundeskunsthalle, die mit wechselnden Sonderausstellungen und einem herrlichen Dachgarten lockt. Und die entspannte Biergarten-Atmosphäre im Bonner Brauhaus „Bönnsch“. Und natürlich die Ausflugsmöglichkeiten auf und entlang des Rheins.

Eine Anekdote von Gaby ist mir dabei besonders in Erinnerung geblieben: Beim Bau der Rheinbrücke Ende des 19. Jahrhunderts gab es zwischen den Bonnern und den Bewohnern von Beuel Streitigkeiten darüber, wo genau die Brücke gebaut werden sollte. Die Beuler wollten gern, dass die Brücke in ihrem Zentrum ankommt. Aber die Bonner blieben bei ihren Plänen und mussten am Ende die Kosten für die Brücke allein tragen. Um die Beuler zu ärgern, wurde auf Bonner Seite ein Männchen angebracht, dass den Beulern seinen Hintern entgegen streckt, das sogenannte Bröckemännche. Angesichts dieser Anekdote kommt die Frage auch, auf welcher Seite des Rheins nun eigentlich die zivilisierteren Menschen leben 😉 Ich musste mir das Bröckemännche jedenfalls unbedingt ansehen und habe die Nähe unseres Hotels am nächsten Morgen noch für einen kleinen Abstecher genutzt. Und da hing es. Inzwischen weiß ich aus dem jo-igele-Reiseblog, dass sich auf der Beuler Seite ebenfalls ein Bröckemännche befindet, in guter Gesellschaft mit einem keifenden Waschweib. Aber schaut euch das bei eurem nächsten Besuch in Bonn einfach selbst an.

Eine andere Anekdote zu Bonn findet ihr bei Christina im Blog – wir haben nämlich den Alle-Mal-Malen-Mann getroffen. Den wen? Genau, lest euch die Geschichte bei ihr durch 😉

Kurzum: Bonn bietet so einiges. Im Rahmen des Bloggertreffens konnten wir natürlich nur an der Oberfläche kratzen. Aber ich komme bestimmt wieder, um intensiver in die Stadt einzutauchen. Und ich verspreche: Ich werde mich dabei ganz zivilisiert verhalten 😉

Einen Rückblick zum Reiseblogger-Treffen in Bonn mit einer Sammlung der Beiträge meiner lieben Kolleg_innen findet ihr auf der Website der Plattform deutschsprachiger Reiseblogger.

Und nun, noch ein paar Schnappschüsse von Bonn über Instragram:



Zu dieser Reise wurde ich über die Plattform deutschsprachiger Reiseblogger von der Tourismus & Congress GmbH Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler eingeladen. Meine Meinung bleibt davon unberührt.

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