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Meine Bremer Weihnacht

Die Bremer Stadtmusikanten blicken auf den Weihnachtsmarkt Bremen.

Wenn Janett fragt, ob ich wieder beim #reisebloggeradvent mitmache, kann ich kaum nein sagen. Erstens liebe ich Weihnachten und zweitens hat es mir in den vergangenen Jahren schon sehr viel Spaß gemacht, euch nach Rostock, Dresden und Braunschweig mitzunehmen. In diesem Jahr geht es nur kurz vor die Haustür: Ich zeige euch mein Weihnachten in Bremen.

Ein Hinweis vorab: In meinem Hauptberuf werde ich von der Bremer Touristik-Zentrale dafür bezahlt, der Welt zu erzählen, wie schön Bremen ist. Für diesen Beitrag hier auf meinem persönlichen Blog werde ich nicht bezahlt, aber natürlich bin ich meiner <3-Stadt gegenüber nicht wirklich objektiv 😉

Mein Weihnachts-Plan für dieses Jahr ist jedenfalls wie folgt:

Keks- und Dekoschlacht

Als Weihnachtsmensch liebe ich natürlich auch Weihnachtsdeko. Traditionell wird aber nicht vor dem 1. Advent geschmückt, dann aber richtig: Herrnhuter Stern draußen wie drinnen, Adventskranz an der Tür und auf dem Tisch, überall verteilt kleine Figuren und Lichter. Unser Baum soll laut Plan erst am Morgen von Heiligabend geschmückt werden, so war es jedenfalls immer bei meinen Eltern. Aber ich bin durchaus bereit, davon abzuweichen. Schließlich gilt es jetzt mit der eigenen Familie auch eigene Traditionen einzuführen und zu pflegen.

Was wir schon sehr erfolgreich eingeführt haben, ist das Plätzchen backen. Tatsächlich war das K1 (gerade 2,5 Jahre alt) am 1. Advent mit Feuereifer dabei, Sterne, Pinguine und Herzen auszustechen. K2 (16 Monate) hat währenddessen gespielt und hat nur gelegentlich in der Küche vorbeigeschaut, was wir so treiben und dabei frische Kekse abgestaubt.

Ratet, wer beim Kekse backen geholfen hat.

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Weihnachtsmärkte besuchen

Bremen hat den schönsten Weihnachtsmarkt der Welt! Klar, dass ich das sage 🙂 Ok, ob es der schönste ist, sei dahingestellt, aber er ist schon ziemlich hübsch. Besonders der Marktplatz, eingerahmt mit dem Rathaus und dem Schütting, sieht toll aus. Richtig gute Fotos habe ich davon leider noch nicht machen können, aber auf dem Blog meines Hauptjobs könnt ihr euch einen guten Eindruck verschaffen.

Neben den beiden großen Märkten, Weihnachtsmarkt- und Schlachtezauber, in der Bremer Innenstadt gibt es auch in den Stadtteilen kleine Märkte. Von unserem Zuhause am Stadtrand aus können wir zum Beispiel zum Lür-Kropp-Hof spazieren. Auf dem Hof gibt es dann kleine Stände mit Kunsthandwerk und Leckereien und die Kinder erfreuen sich an warmen Apfelsaft.

Überhaupt die Kinder, die sind schon glücklich, wenn mir mit der Straßenbahn fünf Stationen ins nächste Einkaufszentrum fahren, dort die Dekorationen bewundern und sie sich einen Kuchen im Café aussuchen dürfen. Es muss gar nicht immer der große Ausflug sein.

Usseliges Wetter und noch das grüne Dach vom Rathaus - leider habe ich es noch nicht geschafft, neue Fotos vom Bremer Weihnachtsmarkt zu machen.

Usseliges Wetter und noch das grüne Dach vom Rathaus – leider habe ich es noch nicht geschafft, neue Fotos vom Bremer Weihnachtsmarkt zu machen.

Glühwein und Feuerzangenbowle

Also, ich habe mich noch nie in meinem Leben so richtig betrunken. Ein Umstand auf den ich durchaus stolz bin, auch wenn andere vielleicht meinen, ich hätte eine wichtige Erfahrung im Leben verpasst. Wie auch immer, einmal war ich doch kurz davor. Ich hatte mich mit Freunden zum After-Work auf dem Weihnachtsmarkt getroffen und die erste Feuerzangenbowle und den zweiten Glühwein gab es, bevor wir den Stand mit den fetten Schmalzstullen erreicht hatten. Da war mir dann doch zwischendurch etwas anders. Diesen „Fehler“ habe ich aber auch nur einmal gemacht.

Etwas lieber ist mir da doch die kontrollierte Umgebung unseres Wohnzimmers mit ausreichend Essen als Grundlage für die Feuerzangenbowle bei uns zuhause. Da die Feuerzangenbowle bei uns zuhause tatsächlich seit einigen Jahren Tradition hat, besitzen wir inzwischen sogar ein richtiges Set. Und auch nach all den Jahren macht es noch Spaß, mit Freunden zusammenzukommen und dabei fast immer unseren Couchtisch abzufackeln – man sollte halt nicht mit dem brennenden Rum rumtropfen 😉

Feuerzangenbowle - bitte nur den Zucker, nicht den Tisch, abbrennen.

Feuerzangenbowle – bitte nur den Zucker, nicht den Tisch, abbrennen.

Nikolauslaufen

Ha, jetzt kommt die Geschichte, warum ich im Reiseblogger-Adventskalender unbedingt den 6. Dezember für meinen Beitrag wollte:

Ich bin im Oktober 2000 aus der Mitte Deutschlands nach Bremen gezogen. Ziemlich schnell hatte ich einen Aushilfsjob in einem Drogeriemarkt. Wie es der Zufall, bzw. die Einsatzplanung, so wollte, musste ich am 6. Dezember zur Arbeit. Ich hatte kaum den Laden betreten, als mir meine Chefin ein Nikolauskostüm und einen großen Sack voller Schokolade in die Hand drückte und meinte, ich solle mich in diesem Jahr ums Nikolauslaufen kümmern. Ich war ehrlich geschockt und hatte keine Ahnung, was sie von mir wollte.

Nikolauslaufen müsst ihr euch wie Halloween vorstellen. Nur ohne Verkleidung, jedenfalls nicht für die Kinder. Und die Kinder ziehen mit ihren schlechten Gedichten und schiefen Gesängen nicht von Haus zu Haus, sondern von Geschäft zu Geschäft. Alles in allem meinem Empfinden nach eine ziemlich nervige Tradition.

Ich habe Glück, dass ich nicht mehr Nikolaus spielen muss (für die Kinder meiner Schwester hatte ich zwischenzeitlich den Weihnachtsmann gespielt) und dass meine eigenen Kinder noch zu klein fürs Nikolauslaufen sind. Allerdings haben wir wie viele andere auch beim Supermarkt um die Ecke für jedes Kind einen Pappstiefel verziert und werden diese am heutigen Tag abholen. Ich bin sicher, die Kinder freuen sich.

Mein Lieblings-Baumschmuck - allerdings gehört er mir nicht, weil ich ihn mal meiner Mama geschenkt hatte...

Mein Lieblings-Baumschmuck – allerdings gehört er mir nicht, weil ich ihn mal meiner Mama geschenkt hatte…

Schlemmen auf Bestellung

Mit den Kindern ist es jetzt das zweite Jahr, dass wir die Feiertage in Bremen verbringen. Früher sind Steffen und ich immer durch die halbe Republik zu unseren Eltern gefahren. In diesem Jahr mussten wir uns jedenfalls Gedanken über Speisepläne und Festtagsbraten machen. Da uns für das große Festmahl Zeit, Muße und Erfahrung fehlt, haben wir uns jetzt für ein Angebot „Gans to go“ entschieden. Die größeren Hotels in Bremen bieten an, eine ganze Gans zusammen mit Klößen und Rotkohl als Mahl zuzubereiten und dann auszuliefern bzw. zur Abholung fertig zu machen. Wir haben unser Weihnachtsmenü (auch mit Nachtisch) jedenfalls beim Maritim Hotel bestellt und es wird, wenn alles klappt, am 25. Dezember zur Mittagszeit heiß per Taxi zugestellt. Ich bin gespannt, ob das funktioniert und vor allem schmeckt.

Für den zweiten Weihnachtsfeiertag haben wir einen Tisch zum Brunch im Restaurant Feuerwache in der Überseestadt reserviert. Zum Weihnachtsbrunch muss man sich echt früh anmelden, sonst muss man doch selbst kochen. So hoffe ich jedenfalls, dass dieses ganze Essensthema etwas entspannter abläuft als sonst.

Zum zweiten Advent hängt dann auch der Herrnhuter Stern draußen.

Ein Beitrag geteilt von Carolin Hinz (@carolinhinz) am

Soviel also zu meinen Weihnachtsplänen. Wie sieht es bei euch aus? Ich wünsche euch jedenfalls eine möglichst entspannte Zeit!

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des #reisebloggeradvent – mehr weihnachtliche Texte findest du auf der Aktionsseite bei Teilzeitreisender bzw. auf der entsprechenden Facebook-Seite.
reisebloggeradvent - Teaser

5 Kommentare

  1. Schön, dass Du mal wieder Zeit zum Bloggen findest, liebe Carolin! 🙂
    Vor allem „Gans to go“ finde ich eine super Idee und hoffe, dass dies bei euch klappt.
    Schöne Adventszeit!

    • Vielen Dank dir. So richtig regelmäßig komme ich ja leider nicht zum Bloggen. Vielleicht muss ich mir doch mal einen festen Redaktionsplan machen. Jetzt hat das ja mit der Verpflichtung Janett gegenüber auch geklappt.

      Ich bin auf die Gans ganz gespannt (sorry, der musste sein), werde aber für den Notfall bzw. sowieso für zwischen den Jahren noch etwas Essbares in den Gefrierschrank packen.

      Ich wünsche dir auch eine schöne Vorweihnachtszeit!

  2. Ich kannte Nikolauslaufen als Kind nur privat in unsere Straße. Dass es das auch in Geschäften gibt, habe ich erst viel später kennengelernt, aber nicht mehr mit gemacht. Naja, und das unselige Halloween kam erst viel später auf.

    • Ach, danke für den Hinweis. Dann habe ich heute bei den Kindern, die bei uns geklingelt haben, völlig falsch reagiert. Ich dachte wirklich, dass gäbe es nur in Geschäften. Umso weniger erschließt sich mir, warum die Kinder dann in so kurzen Abständen zweimal losziehen (klar, es geht um Süßigkeiten). Ich persönlich würde zu Nikolaus viel eher etwas geben als zu Halloween.
      Ich muss wohl die Entwicklung in den kommenden Jahren mal beobachten, erst recht, wenn meine Kinder auch irgendwann auf Tour gehen wollen.

      Viele Grüße, Carolin

  3. Nikolauslaufen kenne ich überhaupt nicht… also in Niedersachsen gibt es das anscheinend nicht… 😉 ABER… der Weihnachtsmarkt in Bremen gehört auch übrigens für mich zu den schönsten im Norden. Und wir haben ja so einige „nette“ Märkte hier oben… ich sag nur Lübeck, Oldenburg, Lüneburg… 😉 Aber Bremen gehört für mich auch auf alle Fälle in die Top 3.

    Liebe Grüße
    Tanja

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