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Sinkendes Boot am Krakower See, Mecklenburg

Naziland ist überall #bloggerfürflüchtlinge

„Du willst doch nicht wirklich nach Naziland ziehen!?“ – Ungläubigkeit, Entrüstung, vielleicht auch Warnung stecken in diesem Satz eines Freundes. Ich habe gerade erzählt, wie nervig die Fernehe zwischen Rostock und Bremen ist. Erst recht jetzt, nachdem das K1 auf der Welt ist. Wir wollen sesshaft werden, zur Ruhe kommen, dem Baby ein festes Zuhause geben. Und dafür gucken wir uns um, nach Häusern, Grundstücken, größeren Wohnungen – in Bremen, wie auch in Rostock. „Nein, mich zieht es nicht nach Naziland.“, gebe ich etwas kleinlaut zurück. Ein paar Wochen ist dieses Gespräch nun her. Es brannten noch nicht täglich Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland und der Brandanschlag auf die Familie Lohmeyer im mecklenburgischen Jamel lag noch in der Zukunft. Dennoch eilt Mecklenburg-Vorpommern ein schlechter Ruf voraus. Klar, die Menschen machen hier gern Urlaub, an der Ostsee und an den vielen Seen. Aber hier leben? Leben in einer Region, die fest in der Hand von Nazis ist, wo rechter Terror (nennen wir es deutlich beim Namen) an der Tagesordnung ist? Nein, hier möchte ich mein Kind nicht großziehen. …