Essen und Trinken, Hoteltests
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Hoteltest: Lumley Castle – no ordinary hotel in Nordengland

Das Hotel Lumley Castle nachts - HDR-Aufnahme

Es steht ein Schloss in England. Ok, das ist nichts Neues. Jemand meinte mal, England sei ein lebendiges Museum: An jeder Ecke steht irgendein Schloss, eine Burg oder es gibt einen historischen Garten. Dieses Schloss, das für die nächsten zwei Nächte unser Schloss sein sollte, ist Lumley Castle. Das Schloss thront über dem kleinen Örtchen Chester-Le-Street, dessen größte Attraktion das Cricket Stadion ist. Wir verdanken den Aufenthalt in diesem Schlosshotel dem Kurztrip nach England, zu dem wir von DFDS Seaways eingeladen wurden. Hier nun unsere Eindrücke:

Lage

Lumley Castle liegt südlich von Newcastle, Richtung Durham. An den vielen Kreisverkehren, an denen wir vorbeikamen, sind wir einfach dem Hinweis „The South“ gefolgt. Vorbei am Angel of the North ging es über die A1 nach Süden. Nach etwa 30 Minuten Fahrzeit waren wir auch schon am Ziel. Unmittelbar am Hotel befindet sich ein großer Golfplatz. Ansonsten ist das Hotel eher abgeschieden – am Flüsschen Wear, umgeben von Wald. Perfekt für eine Auszeit im Grünen.

Ausstattung

Schon bei der Vor-Besichtigung im Internet war zu sehen, dass das Schloss eher altmodisch, fast schon etwas dunkel eingerichtet ist. Vor Ort hat sich der Eindruck bestätigt. Unser Zimmer befand sich in den ehemaligen Stallungen und wurde größtenteils von dem Bett eingenommen. Die Einrichtung war sehr gediegen und eher plüschig. Hier und da gab es liebevolle Details, wie zum Beispiel die Armaturen im Bad oder auch der Duschkopf. Geradezu beeindruckend war der Wasserdruck, mit dem die Badewanne binnen Minuten voll lief. Bei der Ausstattung muss ich betonen, dass diese zwar alt daher kam, aber tadellos funktionierte.

Essen

Das Lumley Castle bietet regelmäßig Elisabethanische Bankette und auch Krimi-Dinner an – leider nicht an den Tagen, an denen wir vor Ort waren. Wir reservierten für den ersten Abend einen Tisch im Black Knight Restaurant. Das Restaurant war ebenso altmodisch ausgestattet wie der Rest vom Schloss. Optisch absolut stimmig. Leider passte das Personal nicht so recht ins Bild – zwar stets bemüht, dabei aber doch ziemlich unbeholfen. Wir fühlten uns sehr an Butler James aus „Dinner for One“ erinnert, wobei der erst nach mehreren Gläsern Alkohol aus der Rolle fiel.

Das Essen selbst – Steak bzw. gegrillte Hähnchenbrust mit Gemüse und Beilagen – war sehr einfach und dafür leider etwas zu schwarz gegrillt. Der hohe Preis für das Essen war also allenfalls durch die Lage gerechtfertigt, aber nicht durch die Qualität. Am zweiten Abend haben wir jedenfalls im örtlichen Pub gegessen, wo das Preis-Leistungs-Verhältnis wesentlich besser war.

Das English Breakfast im Hotel Lumley Castle

Das English Breakfast im Hotel Lumley Castle

Das Frühstück war absolut in Ordnung, hat in mir als Frühstücksfanatiker aber keine Begeisterungsstürme ausgelöst. Es war ausreichend bestückt, es fehlte nur irgendwie der letzte Pfiff. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich kein Freund vom English Breakfast bin, ich mag es eher süß am Morgen. Mein Mann war mit seinem Teller voll Würstchen, Eiern, Speck und Black Pudding ganz glücklich.

Ein Bärlauchteppich deckt den Wald rund um das Lumley Castle

Ein Bärlauchteppich deckt den Wald rund um das Lumley Castle

Extras

Einen Wellness-Bereich sucht man im Lumley Castle vergebens. Dafür gibt es ein großes Waldgebiet, in dem man spazieren gehen kann. Anfang April standen wir da inmitten von Buschwindröschen und Bärlauch. Der ganze Wald roch nach Knoblauch und wäre der Heimweg nicht so weit gewesen, hätte ich mir sicher einige Blätter für ein frisches Pesto gepflückt. Wem das zu viel Natur ist, der kann natürlich auch mit kostenfreiem WLAN auf dem Zimmer bleiben oder noch besser: auf Entdeckungstour im Schloss gehen. Es gibt zwar keine geführte Tour, aber als Gast darf man sich einfach überall umsehen. So haben wir zum Beispiel auch einen Blick in den Bankett-Saal geworfen, der gerade für eine Hochzeitsfeier hergerichtet wurde. Sehr hübsch, aber das hatten wir ja gerade hinter uns 😉

Der Bankettsaal im Hotel Lumley Castle - geschmückt für eine Hochzeitsfeier

Der Bankettsaal im Hotel Lumley Castle – geschmückt für eine Hochzeitsfeier

Fazit

Lumley Castle gibt sich selbst den Beinamen „no ordinary hotel“ – das durchaus zu Recht. Gerade für Paare, außer uns waren ausschließlich andere Paare Gäste in dem Hotel, bietet es den perfekten Rahmen für eine romantische Auszeit. Hier und da fehlt zwar das gewisse Extra, das wird aber durch die schöne Schlossanlage und die altenglische Atmosphäre wettgemacht. Im Rahmen unserer ersten Kurzreise nach England bot es den perfekten Ausgangspunkt, um in die Kultur und Landschaft einzudringen.

Das Lumley Castle gesehen vom Innenhof

Das Lumley Castle gesehen vom Innenhof

Hinweis: Unsere Hotelübernachtung war Bestandteil der Kurzreise „Kurztrip ins Burghotel“, zu der wir von DFDS Seaways eingeladen wurden. Den Bericht zur Fährüberfahrt von Amsterdam nach Newcastle könnt ihr hier nachlesen. Wir haben für die Reise einen Selbstkostenanteil von 180 € gezahlt. Wir bedanken uns recht herzlich bei DFDS Seaways für die großzügige und freundliche Unterstützung. Unsere Meinung bleibt davon unberührt.

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2 Kommentare

  1. Hallo Carolin, auch wir haben vor ein paar Jahren 3 Tage auf Lumley Castle verbracht. Es ist ein ganz besonderes Hotel mit einem gewissen Flair, den man mal erlebt haben sollte. Allerdings hatten wir nach 3 Tagen ein wenig das Gefühl von „Erdrückt werden“. Ihr scheint, dass ja ähnlich erlebt zu haben.
    Schön dich auf dem Reisebloggercamp in Bremen kennengelernt zu haben.
    Liebe Grüße
    Manuela

    • Hallo Manuela,
      ja, drei Tage Aufenthalt reichen auch. Ich kann mir bei aller Romantik nicht vorstellen, dort eine Woche oder länger zu verbringen.
      Aber wir waren ja auf Hochzeitsreise. Und da passte es perfekt 🙂

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